Berichte aus dem Herbstlager

An dieser Stelle berichtet täglich eine Ämtligruppe von den Abenteuern, die sie an diesem Tag erlebt haben. Für ein besseres Verständnis überarbeitet ein Leiter die Texte leicht und ergänzt sie mit Fotos. Die aktuellsten Berichte sind jeweils am Ende des Beitrages zu finden.

Samstag, 7. Oktober 2017: Der geheimsnisvolle Schatz

Heute mussten wir um 9.00 Uhr am Bahnhof sein, um John, dem Dokumentarfilmer, bei seiner neuen Dokumentation zu helfen. Er sucht einen besonderen Schatz und benötigt dafür unsere Hilfe.

Wir sind ungefähr um 9.45 Uhr auf den Zug gegangen und sind nach Zug gereist. Unerwartet mussten wir aber in Zürich umsteigen, da es ein Problem beim Zug gab. Zum Glück gab es danach keine Probleme mehr. Wir gingen mit dem Zug bis nach Brunnen, danach ging es mit dem Bus nach Gersau. Die Fahrt dorthin war wunderschön immer am Vierwaldstättersee entlang.

Wir kamen dort an und assen unseren Lunch, danach ging es 3.4 km aber 9.6 Leistungskilometer zu Fuss weiter die Rigi rauf. Das war anstrengend, aber dafür wurde unser Gepäck getragen. Schliesslich kamen wir um 15.00 Uhr beim Lagerhaus an, holten unser Gepäck und richteten unsere Schläge ein.

Danach haben wir den Lagerpakt geschlossen. Dann hatten wir einen Sportblock. Im Sportblock haben wir uns vorbereitet, um den Hinterwäldlern den Schatz weg zu nehmen. Das hat Spass gemacht, dann konnten wir reingehen, uns duschen oder Sonstiges. Danach war es ganz chillig, die einen mussten Tisch decken, die anderen hatten frei.

Später gab es Abendessen: Hörnli mit Hackfleisch, Apfelmus und Käse. Danach mussten alle ihre Ämtchen machen, zum Beispiel in der Küche helfen, abräumen, Bericht schreiben, Wischen oder Joker.

Nach dem Abendessen sagte uns John, dass es im Lagerhaus eine zerstückelte Schatzkarte gäbe. Die suchten wir und klebten sie zusammen.

Die Karte führte ins den Wald. Als wir losmarschieren wollten, trafen wir auf einen Wünschelrutenpionier, der uns fragte, ob er auch mit uns kommen dürfte und einen Teil des Schatzes bekommen könnte. Wir spielten ein «Bombe» und rannten dann einfach davon, weil wir eigentlich den ganzen Schatz für uns wollten.

Als wir im Wald ankamen, wussten wir aber nicht genau, wo wir graben sollten. Dann mussten wir den Wünschelrutenpionier wieder aufsuchen und um Rat fragen. Seine Wünschelrute führte uns zu fünf verschiedenen Orten, wo wir graben mussten. Bei einem von diesen fünf Löchern fanden wir eine Trucke. Darin befand sich ein geheimnisvolles Buch über die Abenteuer von Adrian von Bubenberg. Aber dieses Buch hatte noch eine Eigenschaft, die wir noch nicht wussten: Alles, was darinsteht, wird nach dem Lesen wiederbelebt.

Am Abend lasen wir ohne das zu wissen eine Geschichte von Adrian von Bubenberg über die Rabenplage, die von dem bösen Baron ausgelöst wurde. Dann gingen wir schlafen.

Mitten in der Nacht wurden wir von Adrian von Bubenberg geweckt, er sagte, die Raben seien los und wir müssen ihm helfen. Draussen fanden wir Spuren von den Raben und folgten ihnen (einzeln, in grossem Abstand).

Am Ende der Spur sahen wir den bösen Baron und seine Raben. Nachher kämpften wir gegen die Raben. Als wir den bösen Baron fast geschnappt hatten, war er plötzlich ins Nichts verschwunden. Enttäuscht gingen wir wieder schlafen.

 

Sonntag, 8. Oktober 2017: Auf dem Weg zum Knappen

Am Morgen wurden wir um 8.45 Uhr geweckt. Wir assen Frühstück. Dann hatte es plötzlich kein WC-Papier mehr, ein seltsamer Typ (Ratsherr Johann von Hasenburg) hat es gestohlen, da er erkältet war, aber er hat eine Spur hinterlassen. Wir mussten ein paar Spiele mit ihm spielen, danach gab er uns das WC-Papier wieder.

Später kamen Adrian von Bubenberg und Petermann zu Klingenberg, beide wollten uns zu Ritterknappen machen. Darum übten wir in Gruppen auf die Knappenprüfung in den Disziplinen: Kochen, Verarzten, Feuer machen, Lagerbau, Natur, Kommunizieren und Orientieren. Dann gab es Mittagessen: Verschiedene Risottos (Pilz, Safran, Tomaten). Dann mussten wir wieder Ämtli machen.

Nach dem Mittagessen hatten wir ein Sportblock. Wir spielten Foulardruech, Ritterkampf und Schitliverbannis. Danach organisierten wir ein Rugby-Volleyball-Turnier. Die Duelle fanden zwischen Zweierteams statt. Inzwischen hatten die Leiter einen Zvieri vorbereitet. Das Turnier ging noch weiter. Mit der Zeit entwickelten sich einige Teams, beispielsweise Winterthur, United Zürich, Serbia und Sporting Seuzach. Relativ bald gab es Abendessen, nämlich Hawaiitoast.

Später gab es ein Quiz. Es ging um die Schweiz, die Pfadi und die Natur. Danach assen wir den Kuchen, welchen Bumerang mitgebracht hatte.

 

Montag, 9. Oktober 2017: Rudenz und sein Wolfsrudel

Wir wurden am Montag wieder früher geweckt. Doch nur die Tischdeck-Gruppe musste gerade aufstehen. Wir gratulierten Upahrado zu seinem 13. Geburtstag. Nach dem Morgenessen gab es wieder einen Sportblock. Die üblichen Teams spielten wieder gegeneinander. Es gab jedoch auch noch andere Spiele, welche man ausprobieren konnte. Zum Zmittag gab es Spaghetti mit einer leckeren Auswahl an Saucen.

 

Nach dem Mittagessen wurden wir von einem bärtigen Mann in einem Mantel aufgesucht: Es war Rudenz, der unsere Hilfe brauchte, denn seine Wölfe waren vertrieben worden. Selbstverständlich machten wir uns sofort auf zur Suche, doch so weit war es dann doch wieder nicht; auf der anderen Seite des Bachs trafen wir auf den Ratsherrn, der wie er uns erzählte, der Schuldige war: Er hatte Angst vor den Wölfen, weshalb er überall im Wald Stinkbohnen verteilte. Sofort teilten wir uns in 4 Teams auf, welche nun gegeneinander antraten.

Unsere Aufgabe war es nun, die Bohnen wieder einzusammeln und zu «Zahnstocherian» zu bringen, welcher uns dafür Zahnstocher gab. Mit ebendiesen sollten wir dann mithilfe von Playmais ein Gehege für Rudenz’ Wölfe bauen, jede Gruppe ihr eigenes. Aber der Playmais musste erst aufgetrieben werden: Dazu benötigten wir die eben gesammelten Bohnen, mit welchen wir uns auf den Weg zu einem anderen Händler machten. Dort konnte man durch das Treffen einer Büchse Playmais auftreiben.

Dann ging es ans Bauen: Alle 4 Teams machten sich eifrig daran, ein möglichst schönes Gehege zu bauen. Hatte man etwas gebaut, so bekam man einen gelben Zettel, der als Gutschein verwendet wurde; denn nur etwa 50 Meter entfernt vom «Schlachtfeld» gab es einen kleinen Abgrund, über den die Leiter eine Seilbahn aufgebaut hatten.

Jede halbe Stunde wurde ein kleiner Wettkampf ausgetragen. Ein Beispiel: Das Spiel mit dem Kochtopf und dem Apfel: Für die, die es nicht kennen, es funktioniert so: Alle Teams starten gleichzeitig und immer ein Mitglied pro Team rennt zum Topf, in welchem ein Apfel schwimmt, und nimmt einen möglichst grossen Biss vom Apfel, der im Wasser treibt. Das Team, welches den Apfel als erstes gegessen hat, gewinnt und bekommt vor den anderen ein Viertel seiner Karte. Hatte man alle 4 Teile davon, sah man, dass auf der Karte ein rotes Kreuz eingezeichnet war.

Alle Teams machten sich mit einem zugeteilten Leiter auf die Suche. Der «Schatz» war in einem grossen Kochtopf. Darin befand sich unser Abendessen, welches aus Polenta, einer Gurke, einer Packung Cervelat, ein paar Bananen, Tomatensauce und einer Tafel Schokolade bestand. Einige ältere Pfader zauberten nun mit einem Leiter den Wölfli leckere Polenta. Die Jüngeren halfen natürlich eifrig beim Feuer machen mit, was eine sehr schwierige Aufgabe war, denn jedes Stück Holz im Wald war total durchnässt oder Morsch, doch sie bewältigten diese Aufgabe souverän.

Nach dem Essen versammelten wir uns in der Mitte des Waldstückes, und spielten erst mal eine Runde verstecken oder «Schiitliverbannis». Danach gab es wieder eine Art Geländespiel: Die Aufgabe war es, möglichst viele Streichhölzer zu sammeln, um diese dann in einer Reihe positionieren und anzuzünden, so dass die Wölfe kommen würden. Die Hölzer ergatterten wir durch das Erledigen von Aufgaben.

Völlig verdreckt und todmüde stellten wir unsere mit Matsch verschmierten Schuhe in die Regale und duschten erst einmal. Als Abschluss assen wir völlig fertig aber glücklich Upahrado’s Geburtstagscrème und machten uns bettfertig.

Dienstag, 10. Oktober 2017: Kampf um die Gunst von Jeanne

Um etwa 8.30 Uhr wurden wir von den Leitern mit einer Musikbox geweckt, auch wenn viele schon längst aufgewacht waren. Nur eine halbe Stunde später gab es Frühstück im Esssaal unten. Nach erledigten «Ämtli» ging es nach draussen: Ein neues Pfadiballturnier stand an. Erschöpft gingen wir um 12 Uhr nach drinnen, wo wir ein feines Mittagessen geniessen durften, wenn auch mit ein paar Holzschnitzeln vom Feld in der Hose.

Nach dem feinen Essen und getanen Ämtchen unterstützten wir Adrian von Bubenberg und Petermann von Klingenberg beim Kampf um die Gunst von Jeanne. Das taten wir mit sportlicher Betätigung und verschiedenen Atelier-Posten: Zeichnen, Ketten herstellen, Haare stylen und Nägel lackieren, Schachteln falten. Dann konnten wir rein und es gab etwas sehr Feines zu Essen (abgesehen von der Salatsauce).

Am Abend erfuhren wir, dass wir den Zauberer Klingsor aufsuchen müssen. Da dieser verworrene Wege läuft, mussten wir Wandergruppen bilden, um ihm am nächsten Tag zu suchen.

 

Mittwoch, 11. Oktober 2017: Auf Wanderwegen zum Zauberer Klingsor

Wir wurden am Morgen um 7 Uhr geweckt und um 8 Uhr ging die erste Gruppe los. Es gab drei Stufen: Eine Schnelle, die 36 Leistungskilometer lief, eine Mittlere mit 20 Kilometer und eine Langsame mit 15 Kilometer. Es waren sehr schöne Wege aber auch sehr anstrengend. Wir kamen sehr erschöpft aber glücklich am späteren Nachmittag an. Das Essen war sehr gut und wir hatten sehr viel Spass.

(die Bilder der anderen Gruppen folgen noch)

Nach dem Abendessen spielten wir alle Poker, Werwölflen und Tschau Sepp. Danach gingen wir ins Bett und es gab leider keinen Nachtübung.

 

Donnerstag, 12. Oktober 2017: Lohengrin unterstützt uns

Um 8.00 Uhr standen wir auf und assen Frühstück. Danach konnten wir noch ein wenig auf die Prüfung lernen. Danach kam etwas, worauf viele gewartet haben, nämlich die Prüfung. Von den Wölfchen gab es die Kochgruppe, Feuergruppe und die Sanitätsgruppe. Und von der Pfadistufe Pionier, Sanität, Morsen, Fauna und Flora sowie Karten lesen. Dann schlugen Bubenberg und Klingenberg uns zum Ritterknappen. Zum Zmittag gab es Fotzelschnitten mit Zimtzucker.

Nach dem Zmittag mussten alle Kinder raus. Wir suchten Lohengrin. Lohengrin war im Wald versteckt. Als wir ihn fragten, ob er uns hilft, war er sofort einverstanden. Dann spielten wir vier verschiedene Stafetten. Danach spielten wir ein Foulardruech. Danach hatten wir Freizeit. Zum Abschluss konnten wir das Versprechen machen und assen sehr feine Pizza von Mowgli, Melman und Irbis.

Nach ein paar Mal Ermahnen von Mowgli waren auch die letzten Personen still. Nur noch ein paar Kuhglocken störten uns beim Einschlafen.

Ohne etwas zu ahnen, wurden wir von Adrian von Bubenberg geweckt. Wie immer bei solchen Nachtübungen mussten wir einen Kerzenweg absolvieren. Der Kerzenweg ging durch einen dunklen und gruseligen und schwach beleuchteten Wald. Die Pfadistufe ging einen schwierigeren Weg als die Wolfsstufe. Es wurden vier Personen namens Emil, Cedric, Albert und Ramon entführt. Diese vier Personen fanden wir gefesselt an den Bänken von unserer Feuerstelle wieder, sie wurden bewacht von dem Bösen Baron. Unser Plan war, dass wir gemeinsam auf die Bösen losstürmten, um die Gefangenen zu befreien. Die Personen, die die Gefangenen bewachten, rannten so schnell, wie sie konnten, davon. Zur Belohnung wurden die Gefangenen getauft. Albert = Iguan, Cedric = Quasli, Ramon = Toad, Emil = Apollo.

 

Freitag, 13. Oktober 2017: Hochzeitsfeier

«Unerklärlicherweise» war es beim Frühstück so ruhig wie noch nie. Nach den Ämtli mussten wir Winkelried helfen. Seine Kühe waren verflucht und gaben keine Milch mehr. Um sie von ihrem Fluch zu befreien, mussten wir drei goldene Nüsse finden. Das taten wir alles mit Spielen, bei denen man dreckig wurden. Bei einem Fussballspiel ohne Regeln bekamen wir von einem Golddealer die drei goldenen Nüsse. Schlussendlich freuten wir uns auf ein Riz Casimir von unserem Küchenchef Melman.

Am Abend gab es eine traumhafte Hochzeit. Der Ritter Bubenberg hatte die wundervolle Jeanne geheiratet. Nach einer leckeren Hochzeitstorte begannen alle zu tanzen. Zum Nachtessen gab es Tortillas. Es gab ein tolles Abendprogramm und es wurde Zeit ins Bettgehen.

Ende gut, alles gut!